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Daniel Feyler

Geschäftsführer & PKV-Experte
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PKV bei der DKV kündigen: Wie gehst du vor? (+Vorlage)

Gestern stand ein 52-jähriger Handwerksmeister vor mir, den Kündigungsbrief für seine DKV-Krankenversicherung bereits unterschrieben in der Hand. Seine Beiträge waren in zwei Jahren von 680 auf 920 Euro gestiegen. Er wollte kündigen, zur Konkurrenz wechseln. Hauptsache raus aus diesem teuren Vertrag.
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Ich fragte ihn: „Hast du schon geprüft, wie viel du bei einem neuen Versicherer zahlen würdest?“

Er schaute mich ratlos an. „Nein, aber billiger als bei der DKV wird es schon sein.“

Wir rechneten gemeinsam durch. Das Ergebnis schockierte ihn: 1.150 Euro beim neuen Versicherer, wegen seines gestiegenen Eintrittsalters und einem Risikozuschlag für seinen Bluthochdruck. Statt zu sparen hätte er 230 Euro mehr gezahlt.

Eine Woche später machten wir einen internen Tarifwechsel bei der DKV. Von 920 auf 710 Euro. 210 Euro weniger, ohne die Altersrückstellungen zu verlieren.

Eine Kündigung deiner PKV ist fast nie die richtige Lösung. Aber manchmal kommst du nicht drum herum.

Wann kann ich meine PKV bei der DKV kündigen?

Die DKV arbeitet nach dem Kalenderjahr-Prinzip. Das bedeutet, dein Versicherungsjahr endet am 31. Dezember, und du musst spätestens am 30. September kündigen, damit die Kündigung zum Jahresende wirksam wird.

Ordentliche Kündigung

Die ordentliche Kündigung deiner DKV-Krankenversicherung unterliegt festen Fristen:

  • Kündigungstermin: 31. Dezember eines Jahres.
  • Kündigungsfrist: 3 Monate zum Ende des Kalenderjahres.
  • Spätester Kündigungszeitpunkt: 30. September, damit die Kündigung zum 31. Dezember wirksam wird.
  • Mindestvertragsdauer: 2 Versicherungsjahre. Das bedeutet, in den ersten 24 Monaten kannst du ordentlich nicht kündigen.

Die Kündigung muss in Textform erfolgen, also per Brief, E-Mail oder Fax.

Wichtig: Die Kündigung wird erst wirksam, wenn du der DKV den Nachweis über eine Folgeversicherung vorlegst. Dies muss innerhalb von zwei Monaten nach der Kündigungserklärung erfolgen, spätestens jedoch bis zum Kündigungstermin.

Wenn du am 30. September kündigst zum 31. Dezember, musst du bis spätestens 30. November nachweisen, dass du ab 1. Januar bei einer anderen Krankenversicherung versichert bist. Ohne diesen Nachweis wird die Kündigung nicht wirksam.

Sonderkündigungsrecht bei Beitragsanpassung

Bei einer Beitragserhöhung hast du ein besonderes Kündigungsrecht. Das ist oft der Moment, wo viele PKV-Versicherte über eine Kündigung nachdenken.

Die Regelung sieht so aus:

  • Kündigungsfrist: 2 Monate nach Erhalt der Änderungsmitteilung.
  • Kündigungstermin: Zum Zeitpunkt, an dem die Beitragserhöhung wirksam werden soll.

Du kannst entweder den gesamten Vertrag oder nur den betroffenen Vertragsteil kündigen. Auch hier ist der Nachweis einer nahtlosen Folgeversicherung erforderlich.

Ein Beispiel: Die DKV informiert dich im November darüber, dass dein Beitrag zum 1. Januar um 15 Prozent steigt. Du hast dann bis Ende Januar Zeit, außerordentlich zu kündigen. Die Kündigung wird zum 1. Januar wirksam, also genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Erhöhung greifen würde.

Sonderkündigungsrecht bei Eintritt der Versicherungspflicht

Wenn du kraft Gesetzes krankenversicherungspflichtig wirst, etwa weil du eine Anstellung unterhalb der Versicherungspflichtgrenze annimmst, hast du ein Sonderkündigungsrecht.

Das ist die Regelung:

  • Kündigungsfrist: 3 Monate nach Eintritt der Versicherungspflicht.
  • Die Kündigung kann rückwirkend zum Eintritt der Versicherungspflicht erfolgen.

Das ist ein wichtiger Punkt: Du kannst die Kündigung auch dann noch aussprechen, wenn die Versicherungspflicht bereits begonnen hat. Sie wirkt dann rückwirkend, sodass du keine doppelten Beiträge zahlen musst.

Sonderkündigungsrecht bei Leistungsminderung

Wenn die DKV die Leistungen einschränkt, gilt dieselbe Frist wie bei Beitragserhöhung: 2 Monate nach Erhalt der Änderungsmitteilung.

Anleitung: Wie kündige ich meinen PKV-Vertrag mit der DKV?

Wenn du dich entschieden hast zu kündigen, solltest du systematisch vorgehen. Eine Kündigung der PKV ist kein einfacher Vorgang und kann gravierende finanzielle Folgen haben.

Schritt 1: Prüfe deine Alternativen

Bevor du kündigst, solltest du unbedingt prüfen, ob ein interner Tarifwechsel bei der DKV nicht die bessere Lösung wäre. Bei einem Tarifwechsel innerhalb der DKV behältst du alle Altersrückstellungen, dein Eintrittsalter bleibt gleich, und du brauchst keine neue Gesundheitsprüfung für die Leistungen, die du bereits versichert hattest.

Ich kann das nicht oft genug betonen: In 8 von 10 Fällen ist ein Tarifwechsel die bessere Lösung als eine Kündigung. Du sparst Geld, ohne die gravierenden Nachteile einer Kündigung in Kauf zu nehmen.

Schritt 2: Sichere dir eine Anschlussversicherung

Du darfst in Deutschland zu keinem Zeitpunkt ohne Krankenversicherung sein. Bevor du kündigst, musst du dir eine Anschlussversicherung suchen. Das kann entweder eine andere private Krankenversicherung sein oder die gesetzliche Krankenversicherung, falls du die Voraussetzungen dafür erfüllst.

Wichtig: Schließe die neue Versicherung erst ab, nachdem du gekündigt hast, aber noch bevor die Kündigung wirksam wird. Sonst zahlst du doppelte Beiträge.

Schritt 3: Verfasse die Kündigung

Die Kündigung muss in Textform erfolgen. Das bedeutet, ein einfacher Brief, eine E-Mail oder ein Fax reichen aus. Du brauchst keine notarielle Beglaubigung oder ähnliches.

Deine Kündigung sollte folgende Punkte enthalten:

  • Deine vollständigen Daten (Name, Anschrift, Geburtsdatum).
  • Deine Versicherungsscheinnummer.
  • Die ausdrückliche Erklärung, dass du kündigst.
  • Den gewünschten Kündigungstermin.
  • Die Bitte um schriftliche Bestätigung.

Falls du aufgrund einer Beitragserhöhung kündigst, solltest du das ausdrücklich erwähnen und auf § 205 VVG hinweisen.

Schritt 4: Versende die Kündigung

Die DKV bietet mehrere Wege für die Kündigung:

  • Per Post: DKV Deutsche Krankenversicherung AG, Aachener Straße 300, 50933 Köln. Versende den Brief per Einschreiben mit Rückschein, damit du einen Nachweis hast.
  • Per E-Mail: service@dkv.com. Auch eine E-Mail ist rechtlich wirksam.
  • Per Fax: +49 221 578-6000. Bewahre das Sendeprotokoll auf.

Ich empfehle dir, die Kündigung per Einschreiben zu versenden und zusätzlich eine Kopie per E-Mail zu schicken. So hast du maximale Sicherheit, dass die Kündigung ankommt.

Schritt 5: Reiche den Nachweis der Folgeversicherung ein

Innerhalb von zwei Monaten nach Absenden der Kündigung musst du der DKV nachweisen, dass du ab dem Kündigungstermin bei einer anderen Krankenversicherung versichert bist. Das kannst du durch eine Mitgliedsbescheinigung deiner neuen Krankenkasse oder eine Versicherungspolice deines neuen PKV-Anbieters tun.

Ohne diesen Nachweis wird die Kündigung nicht wirksam. Die DKV hält sich streng an diese gesetzliche Regelung.

Schritt 6: Warte auf die Bestätigung

Die DKV muss dir den Eingang der Kündigung und das Beendigungsdatum schriftlich bestätigen. Wenn diese Bestätigung nicht innerhalb von zwei Wochen kommt, hake nach.

Wichtige Hinweise vor der Kündigung bei der DKV

Eine Kündigung der DKV-Krankenversicherung hat weitreichende finanzielle Folgen. Du solltest dir dieser Konsequenzen bewusst sein, bevor du den Schritt gehst.

Verlust von Altersrückstellungen

Nach einer Kündigung hast du keinen grundsätzlichen Anspruch auf Mitgabe deiner gesamten Altersrückstellungen. Die Mitgabe ist auf den sogenannten Übertragungswert begrenzt, der dem Niveau des Basistarifs entspricht.

Was bedeutet das konkret? Wenn du 20 Jahre bei der DKV versichert warst und Altersrückstellungen von 30.000 Euro aufgebaut hast, nimmst du nur einen Bruchteil davon mit zum neuen Versicherer. Der Rest bleibt bei der DKV und ist für dich verloren.

Höheres Eintrittsalter

Bei einem Neuabschluss bei einer anderen PKV musst du mit einem höheren Beitrag aufgrund deines gestiegenen Eintrittsalters rechnen. Wenn du mit 35 Jahren in die DKV eingetreten bist und jetzt mit 50 Jahren kündigst, wirst du beim neuen Versicherer als 50-Jähriger eingestuft.

Das kann deinen Beitrag erheblich erhöhen. In meiner Praxis sehe ich regelmäßig Beitragssteigerungen von 30 bis 50 Prozent allein durch das gestiegene Eintrittsalter.

Erneute Gesundheitsprüfung

Der neue Versicherer wird eine Gesundheitsprüfung durchführen. Wenn du in den letzten Jahren gesundheitliche Probleme hattest, kann das zu Beitragszuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen.

Ich hatte letzte Woche einen Kunden, der nach 15 Jahren DKV zu einem anderen Versicherer wechseln wollte. Die Gesundheitsprüfung ergab einen Risikozuschlag von 40 Prozent wegen einer behandelten Depression vor fünf Jahren. Sein Beitrag wäre von 750 auf 1.200 Euro gestiegen. Er hat dann doch nicht gekündigt.

Verlust der Beitragsrückerstattung

Ein eventueller Anspruch auf Beitragsrückerstattung geht bei Kündigung verloren. Wenn du in den letzten Jahren keine Leistungen in Anspruch genommen hast und auf eine Rückerstattung hoffst, verfällt diese mit der Kündigung.

Vorlage: Muster für Kündigung der PKV bei der DKV

Du hast darüber nachgedacht und dich entschieden, dass du bei der DKV kündigen möchtest? Dann nutze in jedem Fall das folgende Musterschreiben. Damit kannst du davon ausgehen, dass deine Kündigung auch wirksam ist.

Passe die Angaben in eckigen Klammern an deine persönliche Situation an und sende das Schreiben unterschrieben per Einschreiben an die DKV.

Kopieren
[Dein Vor- und Nachname]
[Deine Straße und Hausnummer]
[PLZ Ort]


DKV Deutsche Krankenversicherung AG
Aachener Straße 300
50933 Köln


[Ort], [Datum]


Betreff: Kündigung meiner privaten Krankenversicherung
Versicherungsnummer: [Deine Versicherungsnummer]


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meine bei Ihnen bestehende private Krankenversicherung ordnungsgemäß zum Ende des Versicherungsjahres, hilfsweise zum nächstmöglichen Termin, unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist von drei Monaten.

Meine Versicherungsnummer lautet [Deine Versicherungsnummer].

[Falls Sonderkündigung wegen Beitragserhöhung: Ich mache von meinem Sonderkündigungsrecht gemäß § 205 Abs. 2 VVG Gebrauch, da Sie meine Beiträge zum [Datum der Erhöhung] erhöht haben.]

Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt dieser Kündigung sowie das genaue Datum des Vertragsendes schriftlich.

Den erforderlichen Nachweis einer Anschlussversicherung gemäß § 205 Abs. 6 VVG werde ich Ihnen innerhalb der gesetzlichen Frist von zwei Monaten nach dieser Kündigungserklärung nachreichen.


Mit freundlichen Grüßen


[Deine handschriftliche Unterschrift]

[Dein Name in Druckschrift]

Wichtige Hinweise zum Musterschreiben:

Den Satz zur Beitragsanpassung brauchst du nur, wenn du tatsächlich aufgrund einer Beitragserhöhung außerordentlich kündigst. Andernfalls lass ihn weg.

Achte darauf, die Kündigung spätestens am 30. September abzuschicken, wenn du zum 31. Dezember kündigen willst.

Vergiss nicht, innerhalb von zwei Monaten nach Absenden der Kündigung den Nachweis über deine neue Versicherung nachzureichen.

Kontaktdaten der DKV

Für deine Kündigung brauchst du die korrekten Kontaktdaten der DKV. Hier sind die aktuellen Adressen und Kontaktmöglichkeiten:

Hauptadresse für Kündigungen:
DKV Deutsche Krankenversicherung AG
Aachener Straße 300
50933 Köln

Alternative Adresse Berlin:
DKV Deutsche Krankenversicherung AG
Stresemannstraße 111
10963 Berlin

Telefon: 0800 3746 444 (gebührenfrei, täglich 7 bis 24 Uhr)

Fax: +49 221 578-6000

E-Mail: service@dkv.com

Wenn aus deinen Unterlagen hervorgeht, dass dein Vertrag über Berlin läuft, kannst du die Kündigung auch dorthin adressieren. Ansonsten reicht die Kölner Anschrift.

Fazit: „Eine Kündigung der PKV ist fast nie die beste Lösung – lass uns vorher sprechen“

In den letzten Jahren habe ich hunderte PKV-Versicherte beraten, die ihre Versicherung kündigen wollten. In über 80 Prozent der Fälle konnte ich sie davon überzeugen, stattdessen einen internen Tarifwechsel zu machen. Das Ergebnis: Deutlich niedrigere Beiträge, ohne die gravierenden Nachteile einer Kündigung.

Eine Kündigung der DKV-Krankenversicherung ist ein drastischer Schritt mit weitreichenden finanziellen Folgen. Du verlierst einen Großteil deiner Altersrückstellungen, zahlst aufgrund deines gestiegenen Eintrittsalters höhere Beiträge beim neuen Versicherer, und musst eine neue Gesundheitsprüfung über dich ergehen lassen.

Mein dringender Rat: Kündige nicht, bevor du nicht alle Alternativen geprüft hast. Ein interner Tarifwechsel bei der DKV ist in den allermeisten Fällen die bessere Lösung. Du behältst alle Altersrückstellungen, dein Eintrittsalter bleibt gleich, und du brauchst keine neue Gesundheitsprüfung für die Leistungen, die du bereits versichert hattest.

Lass uns vor einer Kündigung unverbindlich sprechen. Wir prüfen kostenlos, ob ein Tarifwechsel bei der DKV für dich möglich ist. Oft können wir die Beiträge um 20 bis 40 Prozent senken, ohne dass du kündigen musst. Das ist in den meisten Fällen die bessere Lösung.

Nur in wenigen Ausnahmefällen ist eine Kündigung wirklich sinnvoll: Wenn du versicherungspflichtig in die GKV wechselst, wenn dein Vertrag erst wenige Jahre läuft und du noch jung und gesund bist, oder wenn du ins Ausland ziehst.

In allen anderen Fällen gilt: Prüfe erst einen Tarifwechsel, bevor du kündigst. Du wirst überrascht sein, wie viel Geld du sparen kannst, ohne die DKV zu verlassen.

Melde dich bei uns für eine kostenlose Tarifwechsel-Prüfung. Wir schauen gemeinsam, welche Optionen du hast. Ohne Risiko, ohne Kosten, ohne Verpflichtung. Erst danach entscheidest du, ob eine Kündigung wirklich der richtige Weg für dich ist.

Über den Autor
Ich bin Daniel Feyler aus dem beschaulichen Lautertal in Oberfranken. Seit 2009 berate ich Menschen in ganz Deutschland zur PKV – meist digital, manchmal persönlich. Was als Interesse an Versicherungsthemen begann, wurde zur Berufung: Menschen durch den PKV-Dschungel zu navigieren. Abseits der Beratung genieße ich die Ruhe hier in Bayern.