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PKV-Tarifwechsel prüfen. Bei gleichen Leistungen bis zu 30% sparen.

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Unabhängige Analyse

Du bekommst eine ehrliche Einschätzung ohne Verkaufsdruck, denn ich verdiene nichts an deiner Beratung. Ich prüfe deine aktuelle Situation, vergleiche alle verfügbaren Tarife deines Versicherers und zeige dir transparent, ob ein Wechsel für dich Sinn macht oder nicht.

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Die Analyse deines aktuellen Tarifs und das ausführliche Beratungsgespräch sind für dich komplett kostenfrei. Du investierst nur deine Zeit, gehst kein finanzielles Risiko ein und entscheidest danach in Ruhe, ob du den Wechsel mit meiner Unterstützung umsetzen möchtest.

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Langfristige Betreuung

Ein Tarifwechsel ist keine einmalige Sache, sondern der Start einer dauerhaften Partnerschaft. Wenn sich deine Situation ändert oder die Beiträge steigen, bin ich weiterhin für dich da. Du bekommst regelmäßige Updates und kannst dich jederzeit melden.

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Ersparnis pro Monat
Carlos Arad
Freelancer & Strategie-Berater

287 Euro weniger im Monat bei exakt den gleichen Leistungen. Daniel hat mir in einer halben Stunde gezeigt, was ich in 8 Jahren PKV falsch gemacht habe. Mit dem gesparten Geld fahre ich jetzt zweimal im Jahr mit meiner Familie in den Urlaub."

Das sagen unsere Kunden zum Tarifcheck

Tarifanalyse
Ergebnis
5/5
✓ 3.840€ jährlich gespart
Nach 12 Jahren im gleichen Tarif: 320€ monatlich weniger bei besseren Leistungen! Kurtagegeld für 85€/Monat – war noch nie in einer Kur. Dafür fehlte komplett die Auslandsreise-Krankenversicherung. Jetzt mit weltweitem Schutz und starker Altersabsicherung.
+ Altersrückstellung + Auslandsschutz - Unnötiges Kurtagegeld
Tarifanalyse
Ergebnis
5/5
✓ Gleiche Leistungen, 2.400€ gespart
Gleiche Leistungen bei anderem Versicherer für 200€ weniger! Die Analyse zeigte: Drei Zahnzusatzbausteine übereinander – totaler Unsinn. Einer reicht völlig aus. Gleichzeitig war die Altersabsicherung mangelhaft. Jetzt spare ich viel und bin im Alter besser aufgestellt.
+ Beitragsentlastung ab 65 - Doppelte Zahnbausteine - Zu hoher Beitrag
Tarifanalyse
Ergebnis
5/5
✓ Kritische Lücken geschlossen + 180€ gespart
Kritische Lücke entdeckt: Nur 80% Zahnersatz – bei einem Implantat wären 4.000€ Eigenanteil fällig! Dafür hatte ich Krankenhaus-Komfort für 120€/Monat, 8 Jahre nie genutzt. Jetzt: 100% Zahnersatz, vernünftiger Krankenhausschutz und solide Beitragsentlastung. Monatlich 180€ günstiger!
+ 100% Zahnersatz + Altersvorsorge - Unnötiger Komfort
Tarifanalyse
Ergebnis
5/5
✓ 4.200€ gespart + besserer Altersbeitrag
15 Jahre im selben Tarif, 350€ monatlich zu viel gezahlt! Krankentagegeld 150€/Monat als Beamter – völlig sinnlos und überflüssig. Gleichzeitig fehlte eine ordentliche Beitragsentlastung. Jetzt: gleiche medizinische Leistungen, ab 67 nur 380€ statt 820€ Beitrag. Das ist wirklich lebensverändernd!
+ Altersvorsorge-Tarif - Unnötiges Krankentagegeld - Keine Beitragsentlastung
Tarifanalyse
Ergebnis
5/5
✓ Premium-Leistungen + 220€ gespart
Mein alter Billigtarif war gar nicht billig: Kein Chefarzt, kein Einzelzimmer, keine Heilpraktiker – trotzdem 650€/Monat gezahlt. Moderner Tarif gefunden mit allen Premium-Leistungen für nur 430€. Plus: Starke Beitragsentlastung – ab 67 nur 280€ statt über 900€. Einfach wahnsinn!
+ Chefarzt & Einzelzimmer + Heilpraktiker + Starke Altersvorsorge
Tarifanalyse
Ergebnis
5/5
✓ 5.400€ jährlich weniger
Als Freiberufler "Premium"-Tarif für 890€ mit allem Schnickschnack: Rooming-In, Taxi zum Arzt, Kur-Pauschalen. Nichts davon jemals genutzt! Ich brauchte 70% dieser Leistungen nicht. Dafür fehlte eine gescheite Altersabsicherung. Jetzt: 440€/Monat, bessere Grundversorgung, Beitrag ab 65 halbiert sich.
+ Altersrückstellung - Rooming-In - Taxi-Service - Kur-Pauschalen
Tarifanalyse
Ergebnis
5/5
✓ 2.880€ Ersparnis + geschlossene Lücken
Meine größte Sorge: Was passiert im Alter? Mein Tarif hatte null Beitragsentlastung – mit 70 hätte ich über 1.100€ zahlen müssen! Dazu Brillenversicherung für 45€/Monat, nie genutzt. Perfekter Mix gefunden: Bessere Leistungen, 240€ weniger, solide Beitragsentlastung mit Deckelung auf 420€. Endlich beruhigt!
+ Beitragsentlastung + Beitrags-Deckelung - Brillenversicherung
Tarifanalyse
Ergebnis
5/5
✓ Leistungen verdoppelt, 160€ gespart
Ich dachte mein Tarif wäre gut: Nur 70% Heilpraktiker, kein weltweiter Schutz, minimale Sehhilfen. Dafür drei verschiedene Krankenhaus-Zusatzbausteine mit Überschneidungen. Totaler Irrsinn! Neuer Tarif: 90% Heilpraktiker, weltweiter Premium-Schutz, 300€ Sehhilfen alle 2 Jahre – und 160€ günstiger!
+ Weltweiter Schutz + 90% Heilpraktiker + Sehhilfen - Überschneidungen
Bild zeigt Daniel Feyler / Geschäftsführer von PKV mit Plan

Daniel Feyler

Geschäftsführer & PKV-Experte

INHALT

    Ist ein Tarifwechsel in der PKV sinnvoll?

    Ein Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung ist grundsätzlich sinnvoll, wenn sich deine persönlichen Bedürfnisse, deine finanziellen Rahmenbedingungen oder die Beitragsstruktur deines Tarifs geändert haben. Das Recht auf einen Tarifwechsel ist gesetzlich klar geregelt in § 204 Versicherungsvertragsgesetz.

    Kostenersparnis durch Tarifwechsel

    Der häufigste Grund für einen Tarifwechsel sind steigende Beiträge. Anfang 2025 ist die private Krankenversicherung erneut teurer geworden. Für zwei Drittel aller Privatversicherten sind die Beiträge um durchschnittlich 18 Prozent gestiegen. Einige Leser berichten sogar von Beitragserhöhungen bis zu 40 Prozent.

    Viele Versicherte nehmen solche Beitragserhöhungen stillschweigend hin, bis ihnen eines Tages die Belastung über den Kopf wächst. Dabei kannst du jederzeit kostenlos in einen anderen Tarif deines Versicherers wechseln. Dadurch lässt sich womöglich sparen.

    Nicht selten sind Einsparungen von 25 bis 40 Prozent der monatlichen Beiträge möglich, ohne auf wichtige Leistungen verzichten zu müssen. Bei einem Beitrag von 800 Euro wären das 200 bis 320 Euro weniger pro Monat, also 2.400 bis 3.840 Euro im Jahr.

    Anpassung an neue Lebenssituationen

    Deine Bedürfnisse ändern sich im Laufe des Lebens. Nach einer Familiengründung, im Ruhestand oder durch Veränderungen gesundheitlicher Anforderungen kann ein Tarifwechsel sinnvoll sein. Du kannst Leistungen abwählen, die du nicht mehr benötigst, und auf neue Schwerpunkte setzen.

    Brauchst du im Alter wirklich noch das Einzelzimmer im Krankenhaus? Oder reicht dir ein Zweibettzimmer? Solche Anpassungen können deinen Beitrag deutlich senken, ohne dass du auf wichtige medizinische Leistungen verzichtest.

    Verbessertes Leistungsangebot

    Neue Tarife moderner Tarifgenerationen bieten oft bessere Leistungen oder günstigere Konditionen im Vergleich zu älteren Tarifen. Ein Wechsel kann also sowohl aus Leistungs- wie auch aus Preisgesichtspunkten attraktiv sein.

    Die PKV-Anbieter entwickeln ihre Tarife ständig weiter. Wenn dein Tarif schon 15 oder 20 Jahre alt ist, gibt es vermutlich neuere Tarife mit besseren Leistungen zu ähnlichen oder sogar günstigeren Preisen.

    Beitragserhöhungen abfedern

    Gerade bei sogenannten Beitragsspiralen ist ein Tarifwechsel innerhalb derselben Gesellschaft oft die effektivste Lösung. Wenn dein Tarif Jahr für Jahr um 7 oder 8 Prozent steigt, solltest du handeln.

    Ich hatte letzte Woche eine Kundin, deren Tarif in 10 Jahren von 380 Euro auf 720 Euro gestiegen war. Fast eine Verdopplung. Ein Wechsel in einen neueren Tarif brachte sie zurück auf 480 Euro. Immer noch mehr als vor 10 Jahren, aber deutlich besser als die 720 Euro.

    Ist ein Tarifwechsel immer möglich?

    Grundsätzlich hat jeder Privatversicherte nach § 204 Versicherungsvertragsgesetz jederzeit das Recht, innerhalb seines Versicherungsunternehmens in einen anderen Tarif zu wechseln. Einschränkungen gibt es dabei für besondere Konstellationen.

    Wechsel in gleichwertige oder günstigere Tarife

    Hier greift das volle Wechselrecht. Es ist keine erneute Gesundheitsprüfung notwendig, und deine Altersrückstellungen bleiben vollständig erhalten. Das Eintrittsalter bleibt ebenfalls gleich, das wirkt sich positiv auf künftige Beiträge aus.

    Du kannst beliebig oft in einen anderen Tarif mit gleich gutem oder schlechterem Versicherungsschutz wechseln. Deine bisher angesammelten Altersrückstellungen werden im neuen Tarif angerechnet, und auch dein derzeitiges Alter und dein Gesundheitszustand spielen für alle Leistungen, die du bisher schon versichert hattest, keine Rolle.

    Wechsel in Tarife mit höherem Leistungsumfang

    Willst du bessere Leistungen vereinbaren oder deinen Selbstbehalt reduzieren, ist das nicht immer problemlos möglich. 

    Die Versicherung darf in solchen Fällen deinen aktuellen Gesundheitszustand berücksichtigen und kann einen Risikozuschlag verlangen, eine Wartezeit festlegen, in der du die höheren Leistungen nicht in Anspruch nehmen kannst, oder die höheren Leistungen in deinem Fall ausschließen.

    Zusätzliche Leistungen können beispielsweise höhere Zahlungen für Zahnersatz oder Medikamente sein, aber auch weniger Einschränkungen bei der Erstattung von Hilfsmitteln wie Rollstühlen oder Brillen.

    Lass dich nicht abschrecken, falls die Versicherung für den neuen Tarif eine Gesundheitsprüfung ankündigt. Das ist kein Risiko für dich. Denn einen Risikozuschlag darf die Versicherung nur für bessere Leistungen im neuen Tarif erheben. In einem solchen Fall kannst du dann abwägen, ob es sich lohnt, den Aufschlag in Kauf zu nehmen oder auf die Extras zu verzichten.

    Tarifstruktur: Unisex und Bisex

    Ein Wechsel von Unisex- in alte Bisex-Tarife ist laut Gesetz nicht zulässig. Innerhalb gleicher Welten, also Unisex zu Unisex oder Bisex zu Bisex, ist der Wechsel jedoch immer möglich, auch in geschlossene Tarife, sofern diese noch existieren.

    Bis zum 21. Dezember 2012 richtete sich der Beitrag in der privaten Krankenversicherung auch nach dem Geschlecht. Wenn du noch in einem alten, sogenannten Bisex-Tarif versichert bist, solltest du dir den Wechsel in einen neueren Unisex-Tarif gut überlegen. Wenn du einmal in einem Unisex-Tarif bist, in dem Frauen und Männer den gleichen Beitrag zahlen, gibt es kein Zurück mehr in die alten Tarife.

    Das kann besonders für Männer nachteilig sein, die von der geschlechtsabhängigen Berechnung profitiert haben. 

    Falls du befürchtest, dir irgendwann nur noch einen minimalen PKV-Schutz leisten zu können, solltest du ebenfalls nur innerhalb von Bisex-Tarifen wechseln. So behältst du die Möglichkeit, notfalls in den günstigen Standardtarif zu gehen. Aus einem Unisex-Tarif ist nur ein Wechsel in den Basistarif möglich, der aber teurer ist.

    Kündigungsfristen

    Ein interner Tarifwechsel ist im Regelfall monatlich möglich und nicht an klassische Kündigungsfristen gebunden. Für einzelne Tarifbestandteile kann es jedoch abweichende Regeln geben.

    Wer kann den Tarif wechseln?

    Jeder privat Krankenversicherte hat das Recht, bei seinem Versicherer in einen anderen Tarif zu wechseln. Das legt § 204 Versicherungsvertragsgesetz fest.

    Für einen Wechsel gibt es zwei gute Gründe: 

    • Du möchtest die Kosten deiner privaten Krankenversicherung senken,
    • oder du bist mit den Leistungen deines Tarifs nicht zufrieden und möchtest in einen besseren Tarif wechseln.

    Grundsätzlich darfst du in alle offenen und geschlossenen Tarife deines Versicherers wechseln. Ausnahme: Ein Wechsel aus einem Unisex-Tarif in einen Bisex-Tarif mit Beitragsunterschieden zwischen den Geschlechtern ist nicht möglich.

    Grundsätzlich darfst du als Privatversicherter in alle Tarife wechseln, die deine Versicherung anbietet oder jemals angeboten hat. Dabei behältst du alle im alten Tarif gebildeten Altersrückstellungen. Diese werden voll auf den neuen Tarif angerechnet. Unter Umständen kann der neue Beitrag dadurch sehr günstig sein.

    Warum solltest du nicht den Versicherer wechseln?

    Als Privatversicherter solltest du nur den Tarif wechseln, aber nicht deinen Versicherer. Denn wenn du zu einem anderen Anbieter gehst, verlierst du einen erheblichen Teil deiner angesparten Altersrückstellungen. Diese sollen im Alter die höheren Krankheitskosten abfedern und dafür sorgen, dass dein Beitrag nicht zu stark steigt.

    Außerdem musst du dich beim Wechsel des Anbieters erneut einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Das kann Risikozuschläge und den Ausschluss von Leistungen zur Folge haben. Falls dein Versicherungsvermittler dir einen Anbieterwechsel als Lösung vorschlägt, ist er womöglich auf eine Abschlussprovision aus.

    Den alten Vertrag zu kündigen und zu einer anderen privaten Krankenversicherung zu wechseln ist deshalb nur in Ausnahmefällen sinnvoll, etwa wenn dein Vertrag erst wenige Jahre läuft und du vollständig gesund bist.

    Wie gehst du beim Tarifwechsel vor?

    Bevor du den Tarifwechsel angehst, solltest du dir Gedanken darüber machen, was du erreichen möchtest. Bist du mit deinem bisherigen Versicherungsschutz zufrieden oder wünschst du dir einen leistungsstärkeren Tarif? Und falls du bessere Leistungen möchtest, wärst du bereit, dafür auch einen höheren Beitrag zu zahlen?

    Oder ist es dir wichtig, künftig weniger zu zahlen? Dann stellt sich die Frage, welche Leistungen du in jedem Fall behalten willst und ob es Leistungen gibt, auf die du zugunsten eines günstigeren Beitrags verzichten kannst. Reicht dir beispielsweise ein Zweibettzimmer statt eines Einbettzimmers im Krankenhaus?

    Es hilft bei solchen Überlegungen, die Leistungen des eigenen Vertrags genau zu kennen. Mach dich also in den Tarifbedingungen schlau.

    Fordere ein kostenfreies Angebot deiner Versicherung an

    Im nächsten Schritt forderst du deine Versicherung schriftlich dazu auf, dich zum Tarifwechsel zu beraten. Die Beratung ist kostenlos und die Versicherung gesetzlich verpflichtet, dabei auf deine Wünsche und Bedürfnisse einzugehen.

    Damit die Versicherung dir geeignete Alternativen zu deinem bisherigen Tarif vorschlägt, solltest du deutlich machen, welches Ziel du mit dem Tarifwechsel verfolgst und welche Punkte dir bei deinem Versicherungsschutz wichtig sind.

    Lass dich nicht telefonisch abwimmeln oder zu einem Besuch von einem Versicherungsvertreter überreden, sondern bestehe auf ein schriftliches Angebot. So kannst du in Ruhe abwägen, ob sich der Tarifwechsel für dich lohnt.

    23 private Krankenversicherer haben sich in einer verbindlichen Leitlinie dazu verpflichtet, Kunden besser beim Tarifwechsel zu beraten. In dieser Leitlinie haben sich die Versicherer verpflichtet, dich in verständlicher Art und Weise darüber aufzuklären, welche Mehr- oder Minderleistungen andere Tarife im Vergleich zu deinem aktuellen Vertrag bieten.

    Allerdings haben viele Anbieter grundsätzlich wenig Interesse daran, ihre Kunden beim Tarifwechsel optimal zu unterstützen, schließlich bekommen sie dann weniger Geld für dieselbe Leistung. Du solltest daher hartnäckig bleiben und der Versicherung eine Frist für die Antwort auf deine Wechselanfrage setzen.

    Zieht sich der Tarifwechsel über Monate hin, kannst du verlangen, dass dein Tarif und damit auch der Beitrag rückwirkend umgestellt wird.

    Vergleiche die Leistungen von altem und neuem Tarif

    Auch wenn zwei Tarife ähnliche Leistungen bieten, identisch sind sie so gut wie nie. Die Versicherung ist nur verpflichtet, dir einen gleichartigen Tarif vorzuschlagen. Das bedeutet, dass dieser dieselben Leistungsbereiche abdeckt wie dein bisheriger Tarif, etwa ambulante und stationäre Behandlungen sowie zahnärztliche Leistungen. Im Detail können sich die Tarife aber deutlich unterscheiden.

    Damit du nicht unwissentlich auf wichtige Leistungen verzichtest, ist es sinnvoll, die verschiedenen Tarife genau zu vergleichen. Als Grundlage dafür sollte die Versicherung dir verständlich gegenüberstellen, wie sich der empfohlene Zieltarif von deinem bisherigen Versicherungsschutz unterscheidet.

    Wichtig zu bedenken: Es gibt keine Garantie, dass du im neuen Tarif dauerhaft sparst. Auch nach einem Tarifwechsel können die Beiträge wieder deutlich steigen, falls sich die Kosten im neuen Tarif ungünstig entwickeln. Verzichte deshalb zugunsten eines niedrigen Beitrags keinesfalls auf wichtige Leistungen.

    Kannst du den Selbstbehalt erhöhen?

    Eine simple Möglichkeit, beim PKV-Beitrag zu sparen, ist ein höherer Selbstbehalt. Der lohnt sich vor allem für Selbstständige. Denn als Angestellter musst du dir die Beitragsersparnis mit deinem Arbeitgeber teilen, während du den höheren Selbstbehalt allein zahlst.

    Bevor du den Selbstbehalt erhöhst, solltest du dir absolut sicher sein, dass du das Geld für den Eigenanteil auch im Rentenalter übrig hast. Denn den Selbstbehalt wieder zu reduzieren, ist in der Regel nur schwer möglich. Er kann sogar noch steigen, denn der Versicherer darf den Selbstbehalt auch erhöhen.

    Wichtig zu wissen: Den Selbstbehalt kannst du im Gegensatz zu den Krankenversicherungsbeiträgen nicht voll von der Steuer absetzen. Das kann die Ersparnis schmälern.

    Warum wird die PKV mit der Zeit teurer?

    Krankenversicherungen werden mit der Zeit immer teurer. 

    Dafür gibt es hauptsächlich zwei Ursachen: Zum einen entwickelt sich die Medizin stetig weiter und modernere Therapien haben eben ihren Preis. Zum anderen steigt die Lebenserwartung, wodurch die Menschen immer länger höhere Gesundheitskosten verursachen.

    Wie sich die Beiträge einzelner Tarife entwickeln, kann selbst innerhalb eines Versicherungsunternehmens höchst unterschiedlich sein. Das liegt daran, dass in der privaten Krankenversicherung jeweils alle gleichaltrigen Versicherten innerhalb eines Tarifs die Gesundheitskosten unter sich ausmachen. So können Tarife mit ähnlichen Leistungen unterschiedlich teuer sein, je nachdem wie gesund die dort Versicherten sind.

    Besonders extreme Preisunterschiede gibt es bei Versicherern, die regelmäßig neue, sehr günstige Tarife auf den Markt bringen. So versuchen sie, neue Kunden anzulocken. Doch wenn der Anbieter den Preis zu knapp kalkuliert hat, muss er die Beiträge später besonders stark anheben.

    Das führt dazu, dass gesunde Kunden den Tarif verlassen. Diese sind eher bereit, den Tarif zu wechseln als Kranke, obwohl jeder das Recht auf einen Tarifwechsel hat, unabhängig vom Gesundheitszustand. Wenn aber Gesunde einen Tarif verlassen, verbleiben anteilig mehr Kranke, wodurch die Kosten und damit auch die Beiträge noch stärker steigen.

    Die wichtigsten Fragen zum PKV-Tarifwechsel

    Ja, du hast jederzeit das Recht, innerhalb deines Versicherers in einen anderen Tarif zu wechseln. Das steht in § 204 Versicherungsvertragsgesetz. Du brauchst keine Kündigungsfrist einzuhalten und kannst im Regelfall monatlich wechseln. Deine Altersrückstellungen bleiben dabei vollständig erhalten.

     

    Nein, beim Wechsel innerhalb deines Versicherers bleiben alle Altersrückstellungen vollständig erhalten. Sie werden komplett auf den neuen Tarif angerechnet. Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber einem Versichererwechsel, bei dem du einen erheblichen Teil verlieren würdest.

     

    Nur wenn du bessere Leistungen haben willst. Bei einem Wechsel in einen gleichwertigen oder günstigeren Tarif spielt dein aktueller Gesundheitszustand keine Rolle. Willst du aber Leistungen dazunehmen oder deinen Selbstbehalt senken, darf die Versicherung deinen Gesundheitszustand prüfen und eventuell Zuschläge verlangen.

     

    Das ist sehr unterschiedlich. Einsparungen von 25 bis 40 Prozent sind keine Seltenheit. Bei einem Beitrag von 800 Euro wären das 200 bis 320 Euro weniger pro Monat. Ich hatte letzte Woche einen Kunden, der von 780 Euro auf 590 Euro kam, also 190 Euro gespart hat. Über 2.200 Euro im Jahr.

     

    Ja, du darfst auch in Tarife wechseln, die dein Versicherer nicht mehr aktiv anbietet. Viele ältere, geschlossene Tarife sind günstiger als neue, weil dort weniger Kranke versichert sind. Das ist ein echter Vorteil des internen Tarifwechsels.

     

    Versicherer sind gesetzlich verpflichtet, dich kostenlos zum Tarifwechsel zu beraten. Wenn sich deine Versicherung querstellt, setze ihr eine schriftliche Frist. Zieht sich der Wechsel über Monate, kannst du eine rückwirkende Umstellung verlangen. Notfalls kannst du dich beim PKV-Ombudsmann beschweren oder die Finanzaufsicht BaFin informieren.

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    Du hast noch Fragen zu deinem PKV-Tarifwechsel?

    Lass uns reden. Danach weißt du, wo du stehst. Vielleicht sage ich dir sogar, dass der Wechsel auch keinen Sinn ergibt. Aber dann hast du wenigstens Klarheit statt Fragezeichen.