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Daniel Feyler

PKV-Experte

Wie hoch ist der Zusatzbeitrag für die energie-BKK in 2026?

zuletzt aktualisiert ・ November 20, 2025

Der Zusatzbeitrag der energie-BKK für 2026 wird im Dezember 2025 vom Verwaltungsrat beschlossen. Da die energie-BKK mit 2,98 Prozent bereits 2025 über dem erwarteten Durchschnitt von 2,9 Prozent für 2026 liegt, rechnen wir mit Stabilität bei etwa 2,98 bis 3,00 Prozent.

Eine weitere drastische Erhöhung ist unwahrscheinlich, sofern die eingeleiteten Sparmaßnahmen greifen und die Ausgaben nicht weiter explodieren.

Diese Prognose basiert darauf, dass die energie-BKK 2025 bereits eine der größten Beitragserhöhungen aller Krankenkassen vorgenommen hat. Die Kasse hat damit einen erheblichen Puffer geschaffen und liegt bereits deutlich über dem künftigen Durchschnitt. Weitere Erhöhungen würden die Kasse im Wettbewerb weiter schwächen und könnten zu Mitgliederabwanderung führen.

Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Finanzlage der energie-BKK entwickelt. Sollten unerwartete Kostensteigerungen auftreten oder die Sparmaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, ist eine marginale Erhöhung auf etwa 3,0 Prozent denkbar. Der Gesamtbeitragssatz würde dann bei etwa 17,6 Prozent liegen.

Wie hoch ist der Zusatzbeitrag der energie-BKK in 2025?

Im Jahr 2025 beträgt der Zusatzbeitrag der energie-BKK 2,98 Prozent. Das ist eine drastische Erhöhung gegenüber 2024, als er noch bei 1,59 Prozent lag – ein Sprung um satte 1,39 Prozentpunkte.

Der Gesamtbeitragssatz liegt aktuell bei 17,58 Prozent. Mit 2,98 Prozent zählt die energie-BKK 2025 zu den Kassen mit deutlich überdurchschnittlichem Zusatzbeitrag (der damalige Durchschnitt war 2,5 Prozent).

Die energie-BKK ist eine bundesweit geöffnete Betriebskrankenkasse, die ursprünglich aus der Energiewirtschaft stammt, aber heute für alle Versicherten zugänglich ist. Die massive Beitragserhöhung 2025 war notwendig, weil die Kasse mit erheblichen finanziellen Herausforderungen zu kämpfen hatte.

Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen, teure Medikamente und ambulante Versorgung stiegen drastisch, während die Einnahmen nicht im gleichen Maße wuchsen.

Für die Mitglieder der energie-BKK war diese Erhöhung ein Schock. Viele hatten die Kasse wegen günstiger Beiträge gewählt und mussten 2025 deutlich mehr zahlen. Die energie-BKK rechtfertigte den Schritt mit der Notwendigkeit, die Finanzstabilität zu sichern und nicht unter die Aufsicht des Bundesversicherungsamtes zu geraten.

Trotz der Erhöhung bietet die Kasse weiterhin solide Leistungen und digitale Services.

Wie schneidet die energie-BKK im Vergleich zu den anderen Kassen ab?

Die energie-BKK gehört 2025 zu den teureren Krankenkassen in Deutschland. Mit 2,98 Prozent Zusatzbeitrag und einem Gesamtbeitragssatz von 17,58 Prozent liegt sie deutlich über dem damaligen bundesweiten Durchschnitt von 2,5 Prozent.

Im bundesweiten Vergleich aller gesetzlichen Krankenkassen positioniert sich die energie-BKK im oberen Mittelfeld.

Die günstigsten Krankenkassen bundesweit in 2025 sind:

  • BKK firmus mit 2,18 Prozent Zusatzbeitrag (16,78 Prozent Gesamtbeitrag) – um 0,80 Prozentpunkte günstiger als die energie-BKK
  • hkk mit 2,19 Prozent Zusatzbeitrag (16,79 Prozent Gesamtbeitrag) – um 0,79 Prozentpunkte günstiger
  • Audi BKK mit 2,40 Prozent (17,00 Prozent Gesamtbeitrag) – um 0,58 Prozentpunkte günstiger
  • Techniker Krankenkasse mit 2,45 Prozent (17,05 Prozent Gesamtbeitrag) – um 0,53 Prozentpunkte günstiger
  • HEK, BKK Linde, TUI BKK jeweils mit 2,50 Prozent (17,10 Prozent Gesamtbeitrag) – um 0,48 Prozentpunkte günstiger

Die teuersten Krankenkassen bundesweit in 2025 sind:

  • Knappschaft mit 4,40 Prozent Zusatzbeitrag (19,00 Prozent Gesamtbeitrag) – um 1,42 Prozentpunkte teurer als die energie-BKK
  • BKK 24 mit 4,39 Prozent (18,99 Prozent Gesamtbeitrag) – um 1,41 Prozentpunkte teurer
  • IKK – Innovationskasse mit 4,30 Prozent (18,90 Prozent Gesamtbeitrag) – um 1,32 Prozentpunkte teurer
  • IKK BB mit 4,35 Prozent (18,95 Prozent Gesamtbeitrag) – um 1,37 Prozentpunkte teurer

Im Vergleich zur günstigsten Kasse bundesweit (BKK firmus mit 2,18 Prozent) zahlst du bei der energie-BKK bei einem Bruttogehalt von 4.000 Euro etwa 32 Euro mehr pro Monat, also rund 384 Euro mehr im Jahr. Über 10 Jahre summiert sich das auf 3.840 Euro Mehrkosten.

Im Vergleich zur teuersten Kasse (Knappschaft mit 4,40 Prozent) sparst du bei der energie-BKK immerhin noch 57 Euro pro Monat, also 684 Euro im Jahr. Die energie-BKK liegt also genau zwischen den Extremen – deutlich teurer als die günstigsten Kassen, aber auch deutlich günstiger als die teuersten.

Unter den hier im Detail verglichenen Kassen schneidet die energie-BKK folgendermaßen ab:

Günstiger als die energie-BKK sind:

  • Audi BKK mit 2,40 Prozent – um 0,58 Prozentpunkte günstiger
  • AOK Sachsen-Anhalt mit 2,50 Prozent – um 0,48 Prozentpunkte günstiger
  • AOK Baden-Württemberg mit 2,60 Prozent – um 0,38 Prozentpunkte günstiger
  • AOK Bayern mit 2,69 Prozent – um 0,29 Prozentpunkte günstiger
  • AOK Niedersachsen mit 2,70 Prozent – um 0,28 Prozentpunkte günstiger
  • AOK Nordwest mit 2,79 Prozent – um 0,19 Prozentpunkte günstiger

Teurer als die energie-BKK sind:

  • IKK Südwest mit 3,25 Prozent – um 0,27 Prozentpunkte teurer
  • IKK Classic mit 3,40 Prozent – um 0,42 Prozentpunkte teurer
  • IKK BB mit 4,35 Prozent – um satte 1,37 Prozentpunkte teurer

Die energie-BKK ist also teurer als alle hier verglichenen AOK-Kassen und auch teurer als die bundesweit günstigsten Kassen. Sie liegt im oberen Mittelfeld und ist deutlich teurer als die Preis-Champions wie BKK firmus oder hkk, aber noch weit entfernt von den Spitzenreitern bei den Beiträgen.

Die energie-BKK ist besonders für Versicherte interessant, die Wert auf digitale Services legen und mit dem höheren Beitrag leben können. Die Kasse bietet eine moderne App, Videosprechstunden und unkomplizierte Online-Verwaltung.

Wer jedoch primär auf den Preis achtet, findet bei der BKK firmus (Ersparnis von 384 Euro/Jahr), der hkk (Ersparnis von 379 Euro/Jahr), der Audi BKK (Ersparnis von 278 Euro/Jahr) oder der Techniker Krankenkasse (Ersparnis von 254 Euro/Jahr) deutlich bessere Konditionen.

Beispiel: Wie hoch ist der Krankenversicherungsbeitrag bei der energie-BKK?

Hier die konkreten Zahlen für verschiedene Einkommensstufen in 2025:

Monatliches BruttogehaltGesamtbeitrag pro MonatArbeitnehmer-AnteilArbeitgeber-AnteilJahreskosten (Arbeitnehmer)Mehrkosten vs. BKK firmus
2.500 €439,50 €219,75 €219,75 €2.637 €+270 €/Jahr
3.000 €527,40 €263,70 €263,70 €3.164,40 €+324 €/Jahr
3.500 €615,30 €307,65 €307,65 €3.691,80 €+378 €/Jahr
4.000 €703,20 €351,60 €351,60 €4.219,20 €+432 €/Jahr
4.500 €791,10 €395,55 €395,55 €4.746,60 €+486 €/Jahr
5.000 €879,00 €439,50 €439,50 €5.274,00 €+540 €/Jahr
6.150 € (BBG)1.081,17 €540,59 €540,59 €6.487,08 €+664,08 €/Jahr

Bei einem Bruttogehalt von 4.000 Euro zahlst du monatlich 351,60 Euro für deine Krankenversicherung.

Dein Arbeitgeber trägt die andere Hälfte (ebenfalls 351,60 Euro). Im Vergleich zu 2024, als der Zusatzbeitrag noch bei 1,59 Prozent lag, zahlst du etwa 56 Euro mehr pro Monat – das sind 672 Euro mehr im Jahr. Die Erhöhung war erheblich und traf viele Mitglieder hart.

Im Vergleich zur günstigsten Kasse bundesweit (BKK firmus mit 2,18 Prozent und 16,78 Prozent Gesamtbeitrag) zahlst du bei der energie-BKK etwa 36 Euro mehr pro Monat, also 432 Euro mehr im Jahr. Über 10 Jahre sind das 4.320 Euro Mehrkosten – eine erhebliche Summe.

Im Vergleich zur zweitgünstigsten Kasse (hkk mit 2,19 Prozent) zahlst du etwa 35 Euro mehr pro Monat, also 420 Euro mehr im Jahr.

Im Vergleich zur Audi BKK (2,40 Prozent) zahlst du 23 Euro mehr pro Monat, also 276 Euro mehr im Jahr.

Im Vergleich zur teuersten Kasse bundesweit (Knappschaft mit 4,40 Prozent) sparst du dagegen 57 Euro pro Monat, also 684 Euro im Jahr. Das zeigt: Die energie-BKK ist teuer, aber längst nicht so teuer wie die absoluten Spitzenreiter.

An der Beitragsbemessungsgrenze (6.150 Euro brutto) liegt dein Eigenanteil bei 540,59 Euro monatlich oder 6.487,08 Euro im Jahr. Das ist einer der höheren Höchstbeiträge im Vergleich. Bei der BKK firmus würdest du an der Beitragsbemessungsgrenze nur 516,96 Euro zahlen – eine Ersparnis von fast 24 Euro monatlich oder 284 Euro jährlich.