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Bild zeigt Daniel Feyler / Geschäftsführer von PKV mit Plan

Daniel Feyler

PKV-Experte

Welchen Satz zahlt ein Beamter in privater Krankenkasse als Pensionär?

zuletzt aktualisiert ・ November 19, 2025

Als pensionierter Beamter zahlst du in der privaten Krankenversicherung deutlich weniger als während der aktiven Dienstzeit.

Der monatliche Beitrag liegt durchschnittlich zwischen etwa 180 und 256 Euro. Das ist eine Reduktion von rund 40 Prozent gegenüber deiner aktiven Dienstzeit.

Der Hauptgrund für die niedrigeren Beiträge ist der erhöhte Beihilfesatz.

Im Ruhestand steigt dein Beihilfeanspruch von üblicherweise 50 Prozent auf 70 Prozent. Das bedeutet, dass dein Dienstherr künftig 70 Prozent deiner Krankheitskosten übernimmt und du über die PKV nur noch die verbleibenden 30 Prozent absichern musst.

Beitragsbeispiele: So viel zahlt ein Beamter als Pensionär für seine PKV

Vor zwei Wochen hatte ich einen 62-jährigen Oberregierungsrat bei mir, der kurz vor seiner Pensionierung stand. Er zahlte während seiner aktiven Dienstzeit 300 Euro monatlich für seine PKV. Nach seiner Pensionierung sank dieser Betrag auf 180 Euro.

Die Ersparnis von 120 Euro monatlich entspricht 1.440 Euro jährlich.

Ein anderer Fall: Ein 50-jähriger Polizeibeamter kurz vor der Frühpensionierung mit 50 Prozent Beihilfe zahlte 420 Euro monatlich. Nach Eintritt in die Pension mit 70 Prozent Beihilfe sank sein Beitrag auf 210 Euro. Die Halbierung des Beitrags war für ihn ein willkommener finanzieller Puffer im Ruhestand.

Ich bin seit über 15 Jahren PKV-Berater und habe bereits über 1.000 Beamte beim Übergang in den Ruhestand begleitet. Die Beitragsreduzierung durch die Pensionierung ist einer der angenehmsten Momente in der Beratung, weil die Entlastung so spürbar ist.

Weitere Vorteile im Alter für verbeamtete Pensionäre: Altersrückstellungen

Zusätzlich zur Beitragsreduzierung durch den höheren Beihilfesatz profitierst du von weiteren Faktoren, die deine Kosten senken.

Ab dem 60. Lebensjahr entfällt der 10-prozentige Vorsorgezuschlag, den du bis dahin zur Bildung von Alterungsrückstellungen zahlen musstest. Das bringt dir eine zusätzliche Ersparnis von 20 bis 40 Euro monatlich.

Die über Jahrzehnte aufgebauten Alterungsrückstellungen dämpfen Beitragssteigerungen im Alter spürbar ab.

Ab dem 65. Lebensjahr werden diese aktiv zur Beitragsstabilisierung eingesetzt. Bei einem 67-jährigen Pensionär, den ich letzten Monat beriet, führten die Alterungsrückstellungen zu einer zusätzlichen Beitragssenkung von 90 Euro monatlich.

Wie hoch ist der PKV-Beitrag für Pensionäre im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung?

Im Vergleich zur GKV bleibt die PKV für pensionierte Beamte deutlich günstiger.

In der gesetzlichen Krankenversicherung würdest du als freiwillig Versicherter Beiträge auf alle Einkünfte zahlen müssen, nicht nur auf deine Pension, sondern auch auf Mieteinnahmen, Zinsen und private Renten.

Bei Pflichtversicherten mit Durchschnittseinkommen liegen die GKV-Beiträge ab 2026 bei knapp 770 Euro monatlich.

Bei Erreichen der Beitragsbemessungsgrenze sogar bei etwa 1.030 Euro. Dank der Beihilfe von 70 Prozent liegt dein PKV-Beitrag als Pensionär meist nur bei einem Bruchteil dessen, eine Ersparnis von mehreren hundert Euro monatlich.