„Das hängt von deinem Tarif ab“, sagte ich. „Aber seit dem BGH-Urteil von 2017 haben die meisten PKV-Versicherten gute Chancen auf Kostenerstattung. Schau mal in deine Vertragsbedingungen unter ambulante Heilbehandlungen.“
Vier Wochen später meldete sie sich wieder. Sie hatte einen Kostenvoranschlag eingereicht, ihre Allianz hatte zugesagt und würde 2.000 Euro pro Auge erstatten, also insgesamt 4.000 Euro. Von den 4.200 Euro Gesamtkosten blieben ihr nur 200 Euro Eigenanteil. Sie war begeistert und hatte die OP bereits durchführen lassen.
Die PKV zahlt beim Augenlasern in den meisten Fällen, wenn der Tarif ambulante Behandlungen abdeckt. Ich zeige dir jetzt, wann die PKV für Augenlasern zahlt und welche Kosten auf dich zukommen.
Wird Augenlasern von der privaten Krankenversicherung bezahlt?
Die private Krankenversicherung übernimmt grundsätzlich die Kosten für Augenlaserbehandlungen, allerdings abhängig vom gewählten Tarif und den darin vereinbarten Leistungsgrenzen. Diese für Privatversicherte positive Situation basiert auf einer wegweisenden rechtlichen Grundlage und unterscheidet sich fundamental von der gesetzlichen Krankenversicherung.
Das Bundesgerichtshof-Urteil vom 29. März 2017 mit dem Aktenzeichen IV ZR 533/15 hat die Erstattungspraxis revolutioniert. Der BGH stellte unmissverständlich fest, dass Fehlsichtigkeit als Krankheit im Sinne der Versicherungsbedingungen gilt, auch wenn sie bei 30 bis 40 Prozent der Menschen mittleren Alters auftritt.
Im Urteilsfall ging es um eine Fehlsichtigkeit von minus 3 und minus 2,75 Dioptrien.
Das sind die wichtigsten Aussagen des BGH-Urteils:
- Fehlsichtigkeit ist eine Krankheit im Sinne der Versicherungsbedingungen
- Die medizinische Notwendigkeit einer Augenlaser-OP kann nicht durch den Verweis auf Brillen oder Kontaktlinsen verneint werden
- Brillen und Kontaktlinsen sind nur Hilfsmittel, die keine Heilbehandlung darstellen
- Ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer darf davon ausgehen, dass zum Normalzustand der Sehfähigkeit ein beschwerdefreies Lesen gehört
- Das Vorliegen einer Krankheit ist anzunehmen, wenn eine nicht nur geringfügige Beeinträchtigung der Körperfunktion vorliegt
Dieses Urteil verpflichtet private Krankenversicherungen zur Kostenübernahme, sofern die tariflichen Voraussetzungen erfüllt sind. Das ist ein riesiger Vorteil für PKV-Versicherte gegenüber gesetzlich Versicherten.
Voraussetzungen für die PKV-Kostenübernahme bei Augenlasern
Für eine erfolgreiche Erstattung durch die PKV müssen drei Bedingungen erfüllt sein.
- Erstens muss eine Sehschwäche wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung vorliegen.
- Zweitens muss dein Versicherungstarif ambulante Behandlungen oder explizit refraktive Chirurgie einschließen.
- Drittens solltest du vor der Operation einen Kostenvoranschlag und einen ärztlichen Befund bei der PKV einreichen.
Es wird dringend empfohlen, vor Beginn der Behandlung eine schriftliche Kostenübernahmeerklärung vom Versicherer einzuholen, um Überraschungen zu vermeiden. Manche PKVen lehnen zunächst ab und müssen dann über Widerspruch oder Klage zur Zahlung gebracht werden.
Die tatsächliche Kostenerstattung variiert erheblich je nach gewähltem PKV-Tarif. Basis-Tarife erstatten meist 800 bis 1.200 Euro pro Auge, das entspricht etwa 40 bis 60 Prozent der Gesamtkosten. Komfort-Tarife leisten 1.500 bis 2.500 Euro pro Auge, also etwa 70 bis 90 Prozent. Premium-Tarife bieten oft unbegrenzte oder vollständige Erstattung bis zu 3.000 Euro pro Auge.
Übersicht: PKV-Erstattung nach Tarifart
| Tarifart | Erstattung pro Auge | Prozent der Kosten | Wartezeit |
|---|---|---|---|
| Basis-Tarif | 800–1.200 € | 40–60 % | 3–6 Monate |
| Komfort-Tarif | 1.500–2.500 € | 70–90 % | 3–6 Monate |
| Premium-Tarif | 2.500–3.000 € oder unbegrenzt | 100 % | oft 3 Jahre |
Die Erstattungshöhe ist nicht bei allen Versicherern gleich und hängt stark von den individuellen Tarifbedingungen ab.
Manche Tarife begrenzen die Erstattung auf einen bestimmten Betrag pro Auge, andere auf einen Gesamtbetrag für beide Augen zusammen. Wieder andere Tarife bieten eine Erstattung nur einmalig im Leben oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums wie 5 Jahre.
Wichtig ist auch die Wartezeit. Viele Tarife sehen vor, dass du mindestens 3 Monate oder sogar 3 Jahre versichert sein musst, bevor du Leistungen für Augenlasern in Anspruch nehmen kannst. Prüfe also unbedingt deine Vertragsbedingungen, bevor du einen OP-Termin buchst.
Die großen privaten Krankenversicherungen haben in den letzten Jahren ihre Tarife angepasst und bieten mittlerweile fast alle Erstattungen für refraktive Chirurgie an. Die Unterschiede liegen im Detail: Während manche Versicherer großzügig bis zu 2.500 Euro pro Auge zahlen, begrenzen andere die Gesamterstattung auf 1.500 Euro für beide Augen zusammen.
Augenlasern: Beispiele aus PKV-Tarifen
| Versicherer | Tarif | Erstattung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Continentale | PREMIUM | Max. 2.500 € pro Auge | Ab dem 3. Versicherungsjahr |
| Signal Iduna | R-EXKLUSIV-PLUS 1 | Bis 1.500 € für beide Augen | Nach 3 Kalenderjahren |
| Union Krankenversicherung | VorsorgePrivat | 100 %, max. 1.500 € | Einmalig |
| Concordia | Sehen + Hören | 100 %, max. 750 € pro Auge | – |
| ERGO | AugenPremium | 100 %, max. 1.000 € | – |
| Münchener Verein | Tarif 173 | 100 %, max. 800 € pro Auge | In 60 Monaten |
Die Selbstbeteiligung wird von der Erstattung abgezogen. Wenn du eine jährliche Selbstbeteiligung von 1.000 Euro hast und die OP 4.000 Euro kostet, musst du diese 1.000 Euro zusätzlich selbst zahlen, auch wenn deine PKV den vollen Betrag grundsätzlich erstatten würde.
Besondere Situation für Beamte
Beamte profitieren von einer Doppelerstattung durch PKV und Beihilfe. Die Beihilfe übernimmt 50 bis 80 Prozent der beihilfefähigen Aufwendungen je nach Bundesland und Besoldungsgruppe. Den Restbetrag zahlt die PKV. Oft resultiert eine Vollerstattung.
Allerdings gelten für die Beihilfe strengere Voraussetzungen als für die PKV. Die Beihilfe erstattet refraktive Chirurgie nur, wenn eine Korrektur durch Brillen oder Kontaktlinsen nach augenärztlicher Feststellung nicht möglich ist. Das BGH-Urteil zur PKV ist auf das Beihilferecht nicht übertragbar. Trotzdem haben Beamte die beste Ausgangslage.
Gebühren: Wie viel kostet Augenlasern?
Die Kosten für Augenlaser-Behandlungen in Deutschland variieren erheblich je nach Methode, Klinik und individueller Fehlsichtigkeit. Im Jahr 2025 bewegen sich die Preise zwischen 750 Euro und 3.300 Euro pro Auge.
Die Behandlungskosten liegen in der Regel zwischen 2.000 und 3.000 Euro pro Auge, abhängig von der gewählten Methode.
Übersicht: Kosten für Augenlasern nach Verfahren
| Verfahren | Kosten pro Auge | Kosten beide Augen | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| PRK / LASEK | 750–1.750 € | 1.500–3.500 € | Dünne Hornhaut, bis −6 Dioptrien |
| Trans-PRK / No-Touch | 1.000–2.000 € | 2.000–4.000 € | Dünne Hornhaut, berührungsfrei |
| Standard-LASIK | 895–1.250 € | 1.790–2.500 € | Standard-Fehlsichtigkeit bis −8 Dioptrien |
| Femto-LASIK | 1.250–2.300 € | 2.500–4.600 € | Kurzsichtigkeit bis −10, Weitsichtigkeit bis +4 |
| Femto-LASIK iDesign | 1.750–2.950 € | 3.500–5.900 € | Individualisiert mit Wellenfrontanalyse |
| ReLEx SMILE | 2.000–2.600 € | 4.000–5.200 € | Minimalinvasiv ohne Flap, bis −10 Dioptrien |
| ReLEx SMILE PRO | 2.500–3.000 € | 5.000–6.000 € | Neueste Generation, modernste Technologie |
| Presbyond (Alterssichtigkeit) | 1.750–3.400 € | 3.500–6.800 € | Ab 45 Jahren bei Alterssichtigkeit |
LASIK steht für Laser-in-situ-Keratomileusis und ist das beliebteste Verfahren. Femto-LASIK nutzt einen Femtosekundenlaser für höchste Präzision. ReLEx SMILE ist eine minimalinvasive Methode ohne Flap und gilt als besonders schonend. Presbyond wurde speziell für die Korrektur der Alterssichtigkeit ab 45 Jahren entwickelt.
Beispiele: Kosten für Augenlasern bei speziellen Anbietern
Die Preise für eine Augenlaser-Behandlung variieren stark zwischen den Kliniken und hängen vom Standort, der verwendeten Technologie und der Erfahrung der Chirurgen ab. Die günstigsten Anbieter starten bei 750 Euro pro Auge, Premium-Kliniken verlangen bis zu 3.300 Euro.
| Klinik | PRK / LASEK | Femto-LASIK | ReLEx SMILE PRO | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Lasermed Berlin | ab 750 € | – | ab 2.000 € | Günstigster Anbieter |
| KölnerWelt | ab 750 € | ab 750 € | – | Beide Augen 1.500 € bis 31.12.2025 |
| LASIKWELT Köln | ab 800 € | ab 1.250 € | ab 2.000 € | Gute Mittelklasse |
| Care Vision | ab 995 € | ab 1.100 € | – | Solides Preis-Leistungs-Verhältnis |
| EuroEyes | – | ab 1.550 € | – | 0 % Finanzierung ab 130 €/Monat |
| Optical Express | ab 1.095 € | ab 1.595 € | – | Etablierte Kette |
| Smile Eyes Berlin | 1.750 € | 2.100 € | 2.750 € | Gehobenes Segment |
| AugenCentrum Rothenbaum | ab 1.750 € | ab 1.900 € | ab 2.500 € | Mit Wellenfrontanalyse |
| Neue Augen Karlsruhe | ab 990 € | ab 2.200 € | ab 2.900 € | Oberes Preissegment |
| Premium Eyes München | ab 1.826 € | ab 2.950 € | ab 2.950 € | Premium-Anbieter, Wochenende +350 € |
Die Preisspanne zwischen günstigsten und teuersten Anbietern kann für die gleiche Behandlung über 1.000 Euro pro Auge betragen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass teurer besser ist. Wichtiger als der Preis sind die Erfahrung des Chirurgen, die verwendete Technologie und die Qualität der Nachsorge.
Was ist in den Kosten enthalten?
Die meisten Kliniken rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte ab.
In den angegebenen Preisen sind in der Regel folgende Leistungen enthalten:
- ausführliche Voruntersuchung und Eignungsprüfung,
- Beratungsgespräch mit dem Operateur,
- die eigentliche Augenlaser-Operation,
- Nachuntersuchungen meist für 6 bis 12 Monate und Nachkorrektur innerhalb von 5 Jahren bei vielen Anbietern.
Zusätzliche Kosten können entstehen für Augentropfen nach der OP von etwa 58 Euro, spezielle Voruntersuchungen, Anreise und Unterkunft bei auswärtigen Kliniken.
Finanzierungsmöglichkeiten
Nahezu alle Kliniken bieten flexible Finanzierungsmodelle an. Viele Anbieter ermöglichen zinsfreie 0-Prozent-Finanzierung über 6, 12 oder 24 Monate. Care Vision bietet ab 83 Euro pro Monat bei 12 Monaten Laufzeit.
EuroEyes startet ab 130 Euro pro Monat bei ab 1.550 Euro pro Auge. Premium Eyes München ermöglicht ab 123 Euro pro Monat bei 24 Monaten. Bei längeren Laufzeiten von 24 bis 72 Monaten werden meist 9,9 Prozent effektiver Jahreszins berechnet.
Wird Augenlasern von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt?
Die gesetzlichen Krankenkassen wie AOK, TK, Barmer, DAK und andere übernehmen grundsätzlich keine Kosten für Augenlaser-Behandlungen. Die Augenlaser-OP wird als Individuelle Gesundheitsleistung eingestuft und gehört nicht zum Leistungskatalog der GKV.
Die gesetzlichen Krankenkassen berufen sich auf das Sozialgesetzbuch V §27, das nur die Übernahme medizinisch notwendiger Leistungen vorsieht. Die zentrale Argumentation der GKV lautet: Fehlsichtigkeit ist keine Krankheit, sondern eine physiologische Veränderung, die bei einem Großteil der Bevölkerung vorkommt.
Brillen und Kontaktlinsen bieten eine ausreichende, zumutbare und kostengünstigere Korrekturmöglichkeit.
Warum zahlt die GKV nicht für Augenlasern?
- Fehlsichtigkeit gilt nicht als Krankheit sondern als physiologische Veränderung
- Brillen und Kontaktlinsen sind ausreichende Korrekturen
- Das Wirtschaftlichkeitsgebot verpflichtet zur kostengünstigsten Alternative
- Augenlasern wird mit kosmetischen Eingriffen gleichgesetzt
- Keine medizinische Notwendigkeit nach GKV-Kriterien
Ausnahmefälle bei der GKV: Wann könnte die Krankenkasse zahlen?
Obwohl die GKV grundsätzlich keine Kosten übernimmt, existieren theoretische Ausnahmefälle. Die Erfolgsaussichten sind jedoch extrem gering, unter 1 bis 5 Prozent je nach Fall. Eine Kostenübernahme könnte in Betracht kommen bei hochgradiger Fehlsichtigkeit ab etwa minus 8 Dioptrien Kurzsichtigkeit oder plus 4 Dioptrien Weitsichtigkeit.
Auch eine nachgewiesene, chronische Unverträglichkeit von Kontaktlinsen kann ein Argument sein: chronische Allergien gegen Kontaktlinsenmaterialien, dokumentierte Augenreizungen, Schmerzen, trockene Augen über längeren Zeitraum von mehreren Monaten bis Jahren, Allergietest und augenärztliches Attest erforderlich.
Sehr selten anerkannt wird eine Brillenunverträglichkeit bei schmerzhaften Druckstellen auf der Nase oder hinter den Ohren, Schwindel oder Übelkeit beim Tragen der Brille, sehr dicken schweren Gläsern bei hohen Dioptrienwerten mit ärztlicher Bescheinigung über Unzumutbarkeit.
Vorgehensweise beim GKV-Antrag:
- Vor dem Eingriff einen detaillierten Antrag mit ärztlichem Gutachten einreichen
- Umfassende Dokumentation über längeren Zeitraum sammeln zu Unverträglichkeiten und Beschwerden
- Augenärztliches Attest mit medizinischer Begründung der Notwendigkeit
- Kostenvoranschlag der Augenlaser-Klinik beifügen
- Bei Ablehnung Widerspruch einlegen mit zusätzlichen medizinischen Unterlagen
Realität: Selbst bei erfüllten Kriterien lehnen die meisten gesetzlichen Krankenkassen den Antrag ab. Die Erfolgsquote liegt unter 1 bis 5 Prozent.
Alternative: Zusatzversicherungen für GKV-Versicherte
Da die GKV grundsätzlich nicht zahlt, bleibt gesetzlich Versicherten nur der Weg über private Zusatzversicherungen oder die komplette Selbstzahlung. Private Zusatzversicherungen, die Augenlasern einschließen, können eine sinnvolle Option sein, wenn du den Eingriff planst und noch Zeit für die Wartezeit hast.
Der große Vorteil von Zusatzversicherungen liegt darin, dass du als gesetzlich Versicherter zumindest einen Teil der Kosten erstattet bekommst. Die Zuschüsse liegen meist zwischen 1.000 und 1.500 Euro einmalig. Das ist deutlich weniger als bei PKV-Tarifen, aber immerhin besser als gar nichts.
Allerdings musst du einiges beachten: Die meisten Zusatzversicherungen haben Wartezeiten zwischen 6 und 36 Monaten. Das bedeutet, du musst die Versicherung lange im Voraus abschließen, bevor du die Leistung in Anspruch nehmen kannst. Außerdem musst du die Versicherung vor jeglicher Diagnose abschließen. Wenn dein Augenarzt dir bereits eine Fehlsichtigkeit attestiert hat und diese in deinen Unterlagen steht, wird die Versicherung die Aufnahme ablehnen oder Augenlasern explizit ausschließen.
Ein weiterer Punkt sind Altersbeschränkungen. Viele Zusatzversicherungen nehmen nur Personen bis 45 Jahre auf oder schließen Augenlasern für ältere Versicherte aus. Die monatlichen Beiträge für eine Zusatzversicherung mit Augenlaser-Leistung liegen meist zwischen 15 und 40 Euro, abhängig vom Leistungsumfang und deinem Eintrittsalter.
Du solltest genau rechnen, ob sich eine Zusatzversicherung für dich lohnt. Wenn du beispielsweise 25 Euro pro Monat zahlst und 24 Monate Wartezeit hast, zahlst du 600 Euro Beiträge, bevor du die Leistung nutzen kannst. Bei einem Zuschuss von 1.000 Euro sparst du effektiv 400 Euro. Planst du die OP erst in 5 Jahren, zahlst du 1.500 Euro Beiträge für 1.000 Euro Erstattung und machst damit sogar ein Minus.
Beispiele für Zusatzversicherungen mit Augenlaser-Leistung:
- AOK augenPLUS ermöglicht Erstattung für Laserbehandlungen
- ERGO AugenPremium bietet einen Zuschuss bis 1.000 Euro für Augenlasern
- DA Direkt Krankenzusatzversicherung gewährt einen einmaligen Zuschuss für Augen-OPs
- Verschiedene Brillenversicherungen mit LASIK-Einschluss
| Zusatzversicherung | Zuschuss Augenlasern | Wartezeit | Altersbegrenzung | Monatsbeitrag ca. |
|---|---|---|---|---|
| ERGO AugenPremium | bis 1.000 € | 6–12 Monate | bis 45 Jahre | 15–25 € |
| AOK augenPLUS | variabel | 12 Monate | keine | 20–30 € |
| DA Direkt | bis 1.500 € | 24 Monate | bis 50 Jahre | 25–40 € |
Die Entscheidung für oder gegen eine Zusatzversicherung hängt von deiner persönlichen Situation ab. Wenn du jung bist, die OP sicher in einigen Jahren planst und die Wartezeit kein Problem ist, kann sich eine Zusatzversicherung lohnen.
Wenn du die OP bereits kurzfristig planst oder unsicher bist, ob du sie überhaupt machen willst, ist die Selbstzahlung oft die ehrlichere Variante.
Unterschied: PKV vs. GKV im direkten Vergleich
| Aspekt | GKV | PKV |
|---|---|---|
| Grundsätzliche Erstattung | Nein, in 99 % der Fälle keine | Ja, tarifabhängig |
| Rechtliche Grundlage | SGB V § 27, keine Krankheit | BGH-Urteil 2017, ist Krankheit |
| Fehlsichtigkeit als Krankheit | Nein, physiologische Veränderung | Ja, anerkannt seit 2017 |
| Brille als Ablehnung | Ja, Brille reicht aus | Nein, Brille ist nur Hilfsmittel |
| Erstattungshöhe | 0 € (bis auf Ausnahmen < 1 %) | 800 – 3.000 € pro Auge |
| Eigenanteil | 100 % der Kosten | 0 – 60 % je nach Tarif |
| Voraussetzungen | Extrem streng, kaum erfüllbar | Medizinische Notwendigkeit, Tarifleistung |
Fazit: „Die PKV übernimmt Augenlasern seit dem BGH-Urteil 2017 tarifabhängig mit 800 bis 3.000 Euro pro Auge“
Die PKV leistet für Augenlasern seit dem BGH-Urteil von 2017 großzügig. Je nach Tarif werden 800 bis 3.000 Euro pro Auge erstattet. Die Behandlung kostet zwischen 750 und 3.300 Euro pro Auge je nach Methode.
Die GKV zahlt grundsätzlich nicht, Ausnahmen unter 1 Prozent. Basis-Tarife erstatten 40 bis 60 Prozent, Premium-Tarife oft 100 Prozent. Beamte profitieren von Doppelerstattung durch PKV und Beihilfe. Reiche vor der OP einen Kostenvoranschlag ein und hole eine schriftliche Zusage ein.
Melde dich bei mir, wenn du wissen möchtest, ob dein PKV-Tarif Augenlasern abdeckt und wie hoch deine Erstattung ausfallen würde. Ich prüfe deine Tarifbedingungen und zeige dir, welche Kliniken empfehlenswert sind. Bei Ablehnung durch deine PKV helfe ich dir beim Widerspruch mit Verweis auf das BGH-Urteil.
