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Bild zeigt Daniel Feyler / Geschäftsführer von PKV mit Plan

Daniel Feyler

Geschäftsführer & PKV-Experte
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Was mache ich, wenn ich meine PKV nicht mehr bezahlen kann?

Gestern Abend bekam ich einen verzweifelten Anruf von einem 52-jährigen Selbstständigen. Seine Stimme zitterte: "Herr Weber, ich weiß nicht mehr weiter. Mein Geschäft läuft seit Monaten schlecht, und ich kann die 1.100 Euro für meine PKV nicht mehr bezahlen. Nächste Woche kommt die dritte Mahnung."
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Ich fragte ihn: „Haben Sie schon mit Ihrem Versicherer gesprochen?“ Er verneinte. „Nein, ich habe gehofft, dass sich die Situation von selbst löst. Aber jetzt habe ich Angst, dass sie mir kündigen.“

Das ist der größte Fehler, den Menschen in dieser Situation machen: Sie warten zu lange und hoffen, dass das Problem verschwindet. Dabei gibt es konkrete Lösungen, die sofort helfen können. Dieser Mann hatte über 28.000 Euro Altersrückstellungen angespart und zahlte für einen Tarif, den er in dieser Form gar nicht mehr brauchte.

Drei Wochen später hatten wir einen internen Tarifwechsel durchgeführt. Von 1.100 auf 620 Euro. 480 Euro gespart, alle Altersrückstellungen erhalten, keine neue Gesundheitsprüfung. Er konnte wieder durchatmen.

Optionen, um PKV-Beiträge zu senken

Wenn du deine PKV-Beiträge nicht mehr bezahlen kannst, gibt es verschiedene Lösungswege. Die meisten Menschen kennen nur einen Bruchteil dieser Optionen. Ich zeige dir jetzt alle Möglichkeiten, von den besten bis zu den letzten Notlösungen.

Option 1: Der interne Tarifwechsel nach § 204 VVG

Der interne Tarifwechsel ist fast immer die beste Lösung, wenn du deine Beiträge senken musst.

Dein Versicherer bringt ständig neue Tarife heraus, oft mit vergleichbaren Leistungen zu günstigeren Konditionen. Alle Versicherten können kurzfristig in einen anderen Tarif bei ihrer Versicherung wechseln. Viele wissen gar nichts von ihrem Tarifwechselrecht und von dieser Option, deutlich zu sparen.

Der Vorteil des internen Tarifwechsels liegt darin, dass die Altersrückstellungen vollständig erhalten bleiben. Eine Gesundheitsprüfung wird nur für Mehrleistungen im neuen Tarif erforderlich, nicht aber für gleichwertige oder niedrigere Leistungen. Die Zahlen sprechen für sich: Wer intern den Tarif wechselt, spart im Durchschnitt 43 Prozent an Beiträgen, und zwar nachhaltig. Beitragsersparnisse von 30 bis 50 Prozent sind oft möglich.

Ich hatte vor zwei Wochen eine Kundin, die seit 16 Jahren bei ihrem Versicherer war und 980 Euro im Monat zahlte. Durch einen internen Tarifwechsel in einen moderneren Tarif mit besseren Kalkulationsgrundlagen reduzierten wir ihren Beitrag auf 580 Euro. 400 Euro Ersparnis im Monat, 4.800 Euro im Jahr.

Am Ende des Tages finden wir immer eine Lösung, lass dich nicht verunsichern.

Option 2: Höhere Selbstbeteiligung vereinbaren

Eine höhere Selbstbeteiligung senkt deinen monatlichen Beitrag erheblich.

Wer den Selbstbehalt höher wählt, zahlt geringere Beiträge. Du übernimmst dann einen größeren Anteil der Behandlungskosten selbst, dafür sinkt dein monatlicher Beitrag deutlich. Bei vielen Tarifen kannst du die Selbstbeteiligung auf 1.000, 2.000 oder sogar 3.000 Euro pro Jahr erhöhen. Das kann deinen Monatsbeitrag um 100 bis 200 Euro senken.

Rechne durch, ob du den Selbstbehalt im Ernstfall auch wirklich zahlen kannst. Wenn du chronisch krank bist und jedes Jahr hohe Kosten hast, macht eine hohe Selbstbeteiligung wenig Sinn. Wenn du aber überwiegend gesund bist und selten zum Arzt gehst, kann diese Option sehr attraktiv sein.

Option 3: Verzicht auf Zusatzleistungen

Viele Tarife enthalten Leistungen, die du vielleicht gar nicht brauchst.

Chefarztbehandlung, Einzelzimmer im Krankenhaus, alternative Heilmethoden oder höhere Erstattungssätze beim Zahnarzt. Wer auf solche Leistungen verzichten kann, fährt unter Umständen günstiger. Ein Verzicht auf Chefarztbehandlung und Einzelzimmer kann deinen Beitrag um 50 bis 150 Euro monatlich senken.

Mach dir mal dazu ein paar Gedanken:

  • Wie oft warst du in den letzten zehn Jahren im Krankenhaus?
  • Brauchst du wirklich das Einzelzimmer?
  • Ist dir die Chefarztbehandlung so wichtig, dass du dafür jeden Monat 100 Euro mehr zahlst?
  • Brauchst du wirklich maximale Leistungen beim Zahnarzt?
  • Gehst du überhaupt zum Heilpraktiker?

Wir sehen bei uns regelmäßig Tarife, die allein schon dadurch 20-30% zu teuer sind, weil die darin enthaltenen Leistungen konsequent nicht beansprucht werden.

Option 4: Wechsel in Unisex-Tarife

Ältere Tarife sind oft noch nach Geschlecht kalkuliert, die sogenannten Bisex-Tarife. Moderne Unisex-Tarife sind häufig günstiger, weil sie nicht mehr nach Geschlecht unterscheiden. Ein Wechsel von einem alten Bisex-Tarif in einen modernen Unisex-Tarif kann zusätzliche Einsparungen bringen, vor allem für Männer.

Option 5: Änderung der Zahlweise

Wer bereits die Zahlweise auf jährliche Zahlung umstellt, kann einen gewissen Rabatt erhalten. Das ist jedoch anbieterabhängig. Manche Versicherer gewähren 2 bis 5 Prozent Nachlass, wenn du den Jahresbeitrag auf einmal zahlst statt monatlich. Das hilft zwar nicht sofort bei Zahlungsschwierigkeiten, kann aber langfristig Geld sparen.

Option 6: Beitragsrückerstattung nutzen

Ebenso im Ermessen beziehungsweise abhängig von der Wirtschaftlichkeit des Versicherers ist die Option Beitragsrückerstattung. Auch diese bieten nicht alle an.

Attraktiv ist sie, weil man Geld in Höhe von bis zu mehreren Monatsbeiträgen zurückerhalten kann, wenn keine Rechnung eingereicht wird. Ausgenommen sind Vorsorgeuntersuchungen. Wenn du gesund bist und wenig Leistungen in Anspruch nimmst, kann diese Option interessant sein.

Option 7: Der Basistarif

Für dauerhaft finanzielle Schwierigkeiten bietet der Basistarif eine bezahlbare Alternative.

Der GKV-Höchstbeitrag 2025 liegt bei 942,64 Euro monatlich, was dem GKV-Höchstbeitrag plus Zusatzbeitrag entspricht. Die Leistungen sind vergleichbar mit der gesetzlichen Krankenversicherung. Es gibt keine Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse. Bei Hilfebedürftigkeit kann der Beitrag auf 471,32 Euro monatlich reduziert werden.

Der Basistarif steht allen offen, die in der PKV versichert sind. Du kannst jederzeit dorthin wechseln, ohne Gesundheitsprüfung. Allerdings ist der Basistarif keine optimale Lösung, weil du deutlich weniger Leistungen bekommst als in einem normalen PKV-Tarif. Es ist eher eine Notlösung, wenn wirklich nichts anderes mehr geht.

Option 8: Der Standardtarif

Unter die Sozialtarife der PKV fallen der Standardtarif und der Basistarif.

Beide bieten Leistungen ungefähr auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung und sind daher meist günstiger als normale Tarife in der PKV Krankenvollversicherung. Zum 1. Juli wurden die Beiträge erhöht. Der durchschnittliche Monatsbeitrag im Standardtarif ist laut PKV-Verband auf rund 500 Euro gestiegen, bisher lag er bei um die 400 Euro. Das entspricht einer deutlichen Steigerung von etwa 25 Prozent.

Du kannst nur dann in den Standardtarif wechseln, wenn du bereits vor 2009 deine private Krankenversicherung abgeschlossen hast. Für alle, die später abgeschlossen haben, kommt nur der Basistarif infrage.

Der Höchstbeitrag 2025 im Standardtarif liegt bei 804,82 Euro monatlich. Das ist günstiger als der Basistarif, und die Beitragsbelastung ist durch Anrechnung von Altersrückstellungen oft besser.

Option 9: Der Notlagentarif als letzter Ausweg

Falls alle anderen Optionen ausgeschöpft sind und du dennoch in Zahlungsverzug gerätst, greift automatisch der Notlagentarif. Nach einem rund 6-monatigen Mahnverfahren bei anhaltenden Beitragsrückständen von mehr als einem Monatsbeitrag erfolgt die Umstellung. Der monatliche Beitrag liegt bei 100 bis 150 Euro plus Pflegeversicherung.

Die Leistungen sind jedoch stark eingeschränkt: Nur akute Erkrankungen, Schmerzzustände sowie Schwangerschafts- und Mutterschaftsleistungen werden übernommen. Es werden keine Altersrückstellungen gebildet, und bestehende Rückstellungen werden zur Beitragssenkung um bis zu 25 Prozent verwendet.

Sobald alle Beitragsschulden beglichen sind, erfolgt automatisch die Rückkehr in den ursprünglichen Tarif.

Der Notlagentarif ist keine richtige Lösung, sondern maximal ein Notprogramm.

Dein Versicherungsschutz ist extrem eingeschränkt, und du verlierst wertvolle Altersrückstellungen. Wichtig ist an der Stelle noch der Hinweis von uns, dass während des Notlagenbezugs auch bisher angesparte Altersrückstellungen genutzt werden und bei der Rückkehr in den Normaltarif daher mit höheren Beiträgen zu rechnen ist.

Option 10: Staatliche Unterstützung bei Hilfebedürftigkeit

Bei nachgewiesener Hilfebedürftigkeit im Sinne des Sozialrechts greifen staatliche Unterstützungsmaßnahmen.

Nach SGB XII beträgt der maximale Zuschuss 471,32 Euro monatlich, das ist der halbe Basistarif-Beitrag. Eine vollständige Übernahme bei entsprechender Bedürftigkeit ist möglich. Der Wechsel in den Basistarif wird staatlich bezuschusst.

Stelle rechtzeitig einen Antrag beim zuständigen Sozialhilfeträger und weise die Hilfebedürftigkeit bei deiner Versicherung nach.

Option 11: Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung

Angesichts hoher Beiträge in der PKV überlegen sich viele, zurück in die Gesetzliche zu wechseln.

Das ist nicht immer möglich, gerade für Ältere wird es oft schwierig. Eine Rückkehr in die GKV ist nur unter sehr spezifischen Voraussetzungen möglich.

  • Für Angestellte unter 55 Jahren: Dein Einkommen muss unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze fallen, die 2025 bei 69.300 Euro liegt. Du musst eine versicherungspflichtige Tätigkeit aufnehmen oder deine Arbeitszeit mit entsprechendem Gehaltsrückgang reduzieren. Beim Wechsel in Teilzeit, zum Beispiel während der Elternzeit, fällt das Gehalt unter die Versicherungspflichtgrenze und du wirst versicherungspflichtig in der GKV.
  • Für Selbstständige: Du musst deine selbstständige Tätigkeit aufgeben und in ein Angestelltenverhältnis unterhalb der Versicherungspflichtgrenze wechseln. Auch zu Beginn von Studium oder Ausbildung oder beim Eintritt ins Berufsleben ist ein Wechsel möglich.

Personen über 55 Jahre haben kaum noch Möglichkeiten zur Rückkehr in die GKV, außer über die Familienversicherung des Ehepartners mit einem Einkommen unter 535 Euro monatlich.

Waren sie in den vergangenen fünf Jahren nicht gesetzlich krankenversichert und davon mehr als zweieinhalb Jahre versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder hauptberuflich selbstständig, ist ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung nicht möglich.

Option 12: Wechsel zu einer anderen PKV

Gute Beratung hilft dabei, Frust und Ärger zu vermeiden. Der Gedanke liegt nahe, dass man mit einem Wechsel in eine andere PKV sparen kann. In der Realität sieht es so aus, dass ein Anbieterwechsel meist zum Verlustgeschäft wird.

Zum einen sind dafür die Altersrückstellungen verantwortlich, die zum großen Teil beim bisherigen Versicherer verbleiben und nicht mitgenommen werden können. Ein weiterer Kostentreiber ist die unbedingt zu wiederholende Gesundheitsprüfung.

Diese wird inzwischen erworbene Krankheiten oder durchgemachte Therapien und sonstige Behandlungen dokumentieren und werten. Denn als Grundlage für die Kalkulation der Beiträge gilt der aktuelle Gesundheitszustand. Über die Jahre wird sich dieser statistisch gesehen verschlechtert haben, so dass mit Risikozuschlägen und Leistungsausschlüssen oder sogar einer Ablehnung aufgrund des hohen Risikos gerechnet werden muss.

Die Option, die private Krankenversicherung zu wechseln, ist in Wirklichkeit also gar keine echte beziehungsweise nur gegebenenfalls für diejenigen interessant, die unter 45 Jahre alt sind und weniger als zehn Versicherungsjahre vorweisen können.

Sofortmaßnahmen bei Zahlungsschwierigkeiten

Wende dich umgehend an deinen Versicherer, bevor du mit den Zahlungen in Verzug gerätst. Bei vorübergehenden Zahlungsschwierigkeiten kannst du um eine Beitragsstundung bitten, auch wenn der Versicherer hierzu nicht verpflichtet ist.

Stelle die Beitragszahlung niemals stillschweigend ein. Dies führt zu Mahnungen, Säumniszuschlägen von 1 Prozent des Beitragsrückstandes pro Monat und letztendlich zur Umstellung in den Notlagentarif.

Fazit: „Wer frühzeitig handelt und professionelle Hilfe holt, kann fast immer eine gute Lösung finden“

In den letzten Jahren habe ich hunderte Menschen beraten, die ihre PKV-Beiträge nicht mehr bezahlen konnten oder wollten. Die meisten hatten viel zu lange gewartet und saßen bereits in der Schuldenfalle, als sie sich bei mir meldeten.

Mein dringender Appell: Handle sofort, wenn du merkst, dass die Beiträge zu hoch werden. Warte nicht auf die erste Mahnung. Warte nicht darauf, dass sich die Situation von selbst löst. Je früher du aktiv wirst, desto mehr Optionen hast du.

Der interne Tarifwechsel ist in den allermeisten Fällen die beste Lösung. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Du behältst alle Altersrückstellungen, die du über Jahre mühsam angespart hast
  • Du brauchst keine neue Gesundheitsprüfung für gleichwertige oder niedrigere Leistungen
  • Du sparst oft 30 bis 50 Prozent an Beiträgen
  • Du musst nicht auf wichtige Leistungen verzichten
  • Dein Eintrittsalter bleibt unverändert

Wir bieten dir eine kostenlose Tarifprüfung an, bei der wir genau analysieren, welche Einsparmöglichkeiten es in deinem Fall gibt. Wir schauen uns deinen aktuellen Tarif an, vergleichen ihn mit den moderneren Tarifen deines Versicherers und zeigen dir, wie viel du sparen kannst. Ohne Risiko, ohne Kosten, ohne Verpflichtung.

Viele Menschen glauben, sie müssen in den Basistarif oder Notlagentarif wechseln, wenn sie Zahlungsschwierigkeiten haben. Das stimmt nicht. In den meisten Fällen können wir durch einen intelligenten Tarifwechsel innerhalb deiner bestehenden Versicherung deutlich bessere Lösungen finden.

Du behältst gute Leistungen, sparst aber erheblich bei den Beiträgen.

Was du in jedem Fall vermeiden solltest:

  • Den Weg in die GKV: Für die meisten Menschen über 55 Jahren versperrt, und auch für Jüngere oft keine gute Lösung
  • Den Wechsel zu einer anderen PKV: Fast immer ein Verlustgeschäft wegen verlorener Altersrückstellungen und neuer Gesundheitsprüfung
  • Einfach nicht mehr zahlen: Nach sechs Monaten Zahlungsverzug landest du automatisch im Notlagentarif mit extrem eingeschränktem Versicherungsschutz

Die schlimmste Entscheidung ist, einfach nicht mehr zu zahlen und zu hoffen, dass das Problem verschwindet. Nach sechs Monaten Zahlungsverzug landest du automatisch im Notlagentarif. Dein Versicherungsschutz ist dann extrem eingeschränkt, und du verlierst wertvolle Altersrückstellungen. Das ist der schlechteste aller Wege.

Melde dich bei uns für eine kostenlose Tarifprüfung. Wir analysieren gemeinsam deine Situation und finden die beste Lösung für dich. In den meisten Fällen können wir deine Beiträge um mehrere hundert Euro im Monat senken, ohne dass du auf wichtige Leistungen verzichten musst und ohne dass du deine Altersrückstellungen verlierst. Das ist der Unterschied zwischen professioneller Beratung und dem Versuch, das Problem alleine zu lösen.

Über den Autor
Ich bin Daniel Feyler aus dem beschaulichen Lautertal in Oberfranken. Seit 2009 berate ich Menschen in ganz Deutschland zur PKV – meist digital, manchmal persönlich. Was als Interesse an Versicherungsthemen begann, wurde zur Berufung: Menschen durch den PKV-Dschungel zu navigieren. Abseits der Beratung genieße ich die Ruhe hier in Bayern.